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>>> Flüchtlingssituation im Amtsbereich Itzstedt

09.10.2015

 

Amt Itzstedt: „Wir müssen

verwaltungsuntypisch sein“

 

Torge Sommerkorn, Leiter des Ordnungsamtes im Amt Itzstedt,  informierte auf einer Einwohnerversammlung über die aktuelle Flüchtlingssituation — 423 Geflohene sollen bis zum Jahresende aufgenommen werden.

 

 

 

>>> LINK zu:  Lübecker Nachrichten Extra - Auf der Flucht

 

Itzstedt. Um die Ecke denken. Kreativ sein. Das ist derzeit das Amt Itzstedt bezüglich der Flüchtlingssituation. „Wir müssen verwaltungsuntypisch sein. Es gibt fast keinen Tag ohne Flüchtlinge“, betonte Torge Sommerkorn vom Amt Itzstedt auf der Einwohnerversammlung in Juhls Gasthof am Montagabend. Er informierte die etwa 30 Interessierten und hatte Zahlen parat.

 

Derzeit hat das Amt 142 Asylsuchende, fast täglich werden es mehr. Das Soll bis zum Jahresende liegt bei 423 Personen, für Itzstedt beträgt es 46.

Derzeit sind 17 Menschen in der Gemeinde untergebracht, elf aus Syrien, drei aus dem Kosovo, zwei aus dem Irak und einer aus Russland. Warum denn Menschen aus Russland und dem Kosovo Asylsuchende seien, wollte eine Bewohnerin wissen.

Sommerkorn erklärte, dass das Amt dafür nicht zuständig sei. „Wir sind eine Art Wartezimmer bis das Asylverfahren abgeschlossen ist“, sagte er und zählte die Aufgaben des Amtes auf:

Unterbringung, Berechnung und Auszahlung der Leistungen. Dazu kommen Wohnraumakquise, das Einrichten der Unterkunft und der regelmäßige Kontakt zu den Bürgermeistern. Außerdem wird an einem Sprachkurs-System in Kooperation mit der VHS Sülfeld und Tangstedt gearbeitet. Da das Amt etwa

40 Objekte angemietet hat, wird nun ein gewerblicher Hausmeister für die Gebäudebetreuung eingesetzt. Möbeltransporte erfolgen durch eine Spedition, außerdem wurde eine Industriehalle für Möbelspenden angemietet. „Spenden werden immer noch gebraucht, aber kleine Möbel,

keine Siebensitzer.“

Da das Suchen nach Wohnraum viele Ressourcen binde, werde an einen Personalaufbau gedacht. Außerdem sei bei der Bewältigung der Wohnungsproblematik Kreativität gefragt. Preise von Wohnwagen und Stellplätzen lägen in seiner Schublade, über Nutzung von Turnhallen und leeren gewerblichen Räumen werde ebenso nachgedacht wie über Neu- und Umbauten. „Wir leben derzeit von der Hand in den Mund“, so Sommerkorn.

Gut aufgestellt sei das Amt, vor allem Itzstedt, bezüglich der Betreuung dank der vielen Ehrenamtler, deren Engagement er lobte. Sie begleiteten die Asylsuchenden zum Arzt und Behörden, gäben Sprachunterricht, stellten Kontakt zu Vereinen her und vernetzten den Helferkreis.

4000 Flüchtlinge soll der Kreis im kommenden Jahr aufnehmen, wo die denn unterkommen sollen, wenn es jetzt schon keinen Wohnraum mehr gebe, fragten Bürger. Bauvorhaben in Tangstedt und Nahe seien geplant, auch

nach weiteren Flächen für weitere Gebäude werde gesucht. „Es gibt genügend freien Wohnraum bei uns, jeder muss sich fragen, ob er ihn abgeben will“, sagte ein weiterer Bürger und regte an, ein Rundschreiben an alle Itzstedter zu schicken.

Weitere Fragen aus der Zuhörerschaft waren, wie viel Raum einem Asylbewerber zustehe und wie viel Kosten auf die Kommunen zukämen.

Acht Quadratmeter pro Person plus Gemeinschaftsfläche antworte Sommerkorn und erklärte, dass die Kosten sich Land und Kreis teilten. Hätten die Unterbringungskosten vor einigen Jahren etwa 60 000 Euro betragen, seien die nun im siebenstelligen Bereich.

„Finanzielles ist für uns kein Thema. Für uns ist das eine Nullrechnung“.

 

Quelle: Lübecker Nachrichten

 
Seth