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>>> 380 KV Ostküstenleitung

16.10.2015

Segeberg. Das Signal aus Berlin ist eindeutig: Um Bürgern die Angst vor 380-kV-Freileitungen mit Strommasten bis zu einer Höhe von 75 Metern zu nehmen, hat das Bundeskabinett beschlossen, auf der „Stromautobahn“ der Ostseeküstenleitung durch den Kreis Segeberg auch die Erdverkabelung zu

ermöglichen (die LN berichteten). Eine gute Nachricht für die Orte, durch die die neue Stromleitung verlaufen soll?

 

„Ja“, sagt der SPD-Bundstagsabgeordnete Franz Thönnes.

Die Entscheidung sei wichtig, um die Akzeptanz für den im Rahmen der Energiewende notwendigen Netzausbau zu steigern; und sie trage damit zum Gelingen dieser großen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderung bei.

 

„Nein“, sagt dagegen Kurt Böttger, Bürgermeister von Wakendorf I. Im Ort habe niemand etwas gegen Freileitungen, im Gegenteil, man sehe in der Erdverkabelung eher Nachteile. Auf einer Infoveranstaltung bei Energieversorger Eon sei man auf die Nachteile der Erdkabel hingewiesen worden.

So müsse die 30 bis 40 Meter breite Trasse frei bleiben, deren Mitte müsse befahrbar bleiben, die Trasse dürfe nicht bebaut werden.

Landwirtschaftliche Erzeugnisse würden dort nur eingeschränkt wachsen, die Erde würde sich erwärmen, in bestimmten Abständen müssten die Kabel mit Muffen verbunden werden, wozu kleine Bauwerke errichtet werden müssten.

Alles in allem würde dies einen „enormen Flächenbedarf“ bedeuten. Fazit, so Böttger: In Wakendorf I sei man einmütig für Freileitungen (eine 220-kVLeitung gebe es schon im Dorf) und das obwohl die neue Trasse „noch 70 Meter näher an das Dorf heranrückt. Damit haben wir keine Probleme.“

 

In Henstedt-Ulzburg, wo es eine starke Opposition gegen die

Ostküstenleitung gibt, egal ob ober- oder unterirdisch, hat man die Nachricht aus Berlin nicht mit Euphorie aufgenommen.

 

Stadtsprecher Malte Pohlmann:

„Grundsätzlich begrüßt Bürgermeister Bauer die Entscheidung. Doch weiterhin ist die Gemeinde bestrebt, die Leitung durch Henstedt-Ulzburg insgesamt zu verhindern.“ So oder so sei die Verkabelung „eine sehr große Belastung für unseren Ort“. Es sei zunächst zu prüfen, inwieweit die Erdverkabelung gesundheitsschädlich sei. Außerdem sei die Notwendigkeit

der Leitung für die Gremien noch nicht einmal erwiesen.

 

In Oering hatte Bürgermeister Thomas Steenbock den LN schon früher gesagt, dass eine Freileitung im Ort nicht kritisch gesehen werde. Und die Groß Niendorfer Gemeindevertretung hat sich auf einer früheren Sitzung gegen die Erdverkabelung ausgesprochen.

 

spr

 

Quelle: Lübecker Nachrichten

 
Seth