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>>> Das Ende der Buckelpiste (Holmer Weg)

24.02.2017

Das Ende der Buckelpiste

 

Straße durchs Moor sackte streckenweise immer wieder ab - Jetzt wird sie aufwändig erneuert.

 

Als der Weg angelegt wurde, sind hier noch Pferdefuhrwerke gefahren.

 

Karl-Heinz Wegner

Bürgermeister in Sülfeld

Von Lutz Timm

 

Sülfeld. Die Buckelpiste zwischen Sülfeld und Seth ist bald Geschichte: Der extrem unebene Holmer Weg (Kreisstraße 86) zwischen der Bundesstraße 432 und dem Ortseingang Seth wird im Sommer umfassend saniert, wie der Kreis mitteilte. Doch bei den Arbeiten stoßen selbst die Profis vom Landesbetrieb Straßenbau (LBV-SH) an ihre Grenzen. Weil die Straße durch das Sether Moor führt, wird eine Spezialfirma mit der Planung beauftragt.

Über Jahrhunderte prägte das Sether Moor die Gemeinde, der abgebaute Torf wurde als Brennstoff verkauft und bis nach Hamburg geliefert. Heute wird das Areal gerne von Spaziergängern und Joggern genutzt. Durch das Moor führt der Holmer Weg, der auf dem Gebiet der Gemeinde Sülfeld liegt. Weil der Untergrund relativ weich ist, sackt die Straße immer wieder ab. „Als der Weg angelegt wurde, sind hier Pferdefuhrwerke gefahren“, sagt Sülfelds Bürgermeister Karl-Heinz Wegner.

„Heute sind die Fahrzeuge erheblich schwerer und drücken den Asphalt immer wieder nach unten.“ In der Vergangenheit sei bei Schäden einfach eine weitere Schicht Asphalt aufgetragen worden – und das über Jahrzehnte immer wieder. „Mittlerweile haben wir an einigen Stellen eine Straßenstärke von über zwei Metern.“ Durch das hohe Gewicht wächst der Druck nach unten. Die Folge: Die Kreisstraße gleicht einer Hügellandschaft.

 

Dass der Kreis jetzt die Sanierung ankündigte, freut nicht nur Wegner, sondern auch seine Sether Amtskollegin Maren Storjohann. Zwar gebe es kurz hinter der Ortsausfahrt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde, aber daran halte sich kaum jemand. „Bei dem welligen Untergrund kann man schnell ins Schlingern kommen. Das ist besonders gefährlich, wenn an der Seite Fußgänger unterwegs sind“, sagt Storjohann. Sie sei daher froh, dass die Straße nun von Grund auf erneuert werden soll.

Die Arbeiten mit zwei Bauabschnitten sollen im Juni beginnen und etwa zehn Wochen dauern. Auf einer Strecke von rund 2,2 Kilometern erneuert der Landesbetrieb Straßenbau die Asphaltschicht. Dazu werden etwa vier Zentimeter der Schicht abgefräst und anschließend neu aufgetragen. Kniffliger wird ein etwa 400 Meter langes Teilstück vor dem Sether Ortseingang. Der Abschnitt ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder erneuert worden, teilweise reicht die Asphaltschicht metertief in den weichen Boden.

„Da wird ein kompletter Bodenaustausch vorgenommen“, erläutert Jonas Gragert vom Kreis Segeberg. Weil die Bodenverhältnisse ungewöhnlich schwierig seien, sei ein Spezialbüro aus Lübeck hinzugezogen worden. Damit die Straße in Zukunft nicht wieder

einsinkt, ist der Einsatz von sogenanntem Blähton geplant. Er wird als Füllmaterial die Leerräume füllen.

Die Kosten für die Reparatur des Holmer Wegs belaufen sich auf rund 900 000 Euro. Im Zuge der Bauarbeiten muss er zeitweise vollgesperrt werden.

Einziger Wermutstropfen: „Die Kinder im Schulbus haben sich immer gefreut, wenn sie über die Hügel gefahren sind. Das ist dann wohl vorbei“, sagt Maren Storjohann lachend.

 
Seth